Bei der Hochdosis – Brachytherapie mit Ir -192 werden Tumore „von innen“ bestrahlt. Zu diesem Zweck werden mittels „Spickung“ flexible Katheter in den Tumor eingeführt. Im Anschluss daran wird radioaktives Material über diese Sonden eingebracht.

Die BRACHYTHERAPIE, die „Bestrahlung von innen“ wird bei lokalen Tumoren verwendet und es werden hohe Dosen in kleinen Volumina direkt in den Tumor eingebracht. Dadurch erreicht man eine maximale Schonung des gesunden Gewebes, kurze Bestrahlungszeit und bedingt durch die hohe biologische Wirkung erreicht man die nötige Gesamtdosis in viel weniger Fraktionen.
Vorteil: weniger Narkosen und somit auch weniger Aufwand und weniger Kosten bei vergleichbarer Wirksamkeit. Insgesamt überwiegen bei lokalisierten, gut zugänglichen Tumoren der Haut, des Brustgewebes oder der Maulhöhle die Vorteile der Brachytherapie.

Welche Tumoren eignen sich in erster Linie für die Brachytherapie (BT)?

Vor allem Hauttumoren, orale Tumoren und Mamma (Gesäuge)-Tumoren eignen sich für die BT, aber auch tiefer liegende Sarkome oder auch Knochentumore. Für letztere stellt oft die palliative Therapie eine Möglichkeit dar, dem Tier Schmerzen zu nehmen und eine Amputation der Gliedmaße u.U. zu verhindern.

Auf weitere Sicht ist eine Ausdehnung auf weitere Indikationen wie lokalisierte innere Tumore z.B. des Pankreas, des Magen-Darm-Traktes oder auch der Lunge möglich. Dazu werden endoskopisch Sonden eingebracht, über welche dann die Bestrahlung erfolgt.

Vor allem für folgende bisher problematischen Tumore bietet die Brachytherapie gute Chancen: das Sarkoid des Pferdes, das Fibrosarkom der Katze und orale Tumoren aller Spezies. Generell auch lokalisierte Tumore in schwierig zu operierenden Körperregionen, wie z.B. in Gelenknähe oder am Kopf.

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