Allgemeines zur Strahlentherapie

Folgende allgemeine Punkte sind zur Strahlentherapie zu sagen:

Oft wird der Behandlung mit Strahlen mit Vorurteilen, einem Angstgefühl und einer gewissen Ablehnung begegnet. Dies ist zwar einerseits verständlich, aber man sollte bedenken, dass viele Arten von Krebserkrankungen erst durch diese Art der Therapie geheilt werden konnten. Dies gilt v.a. bei Erkrankungen der Haut. Die moderne Strahlentherapie gilt in der Humanmedizin neben der Chirurgie und Chemotherapie als eine tragende Säule der Krebstherapie.

Ziel einer Strahlentherapie ist es, möglichst viele Tumorzellen abzutöten bei gleichzeitiger möglichster Schonung des umliegenden Gewebes. Letzteres wird in erster Linie durch eine Aufteilung (Fraktionierung) der Strahlendosis in schonende Einzeldosen erreicht. Dies gilt v.a. für die Bestrahlung mit sog. ionisierenden Strahlen (Röntgenstrahlen, Gammastrahlen, Elektronen). Auch UV-Bestrahlungen werden in vielen Einzelsitzungen durchgeführt. Dies kann unter Anleitung evtl. auch zuhause durchgeführt werden. Moderne Strahlentherapien wie die photodynamische Therapie erfordern oft nur eine einzige Behandlung.

Natürlich muss auch bei Strahlentherapie mit möglichen Nebenwirkungen gerechnet werden, bei Bestrahlung der Haut in erster Linie kann es zu einer Hyperämie (vermehrten Durchblutung), einem Ödem (Schwellung) und einer feuchten Ablösung der obersten Hautschichten kommen wie nach einem Sonnenbrand. Diese Begleitsymptome sind allerdings durchaus kontrollierbar. Nebenwirkungen wie Durchfall oder Schädigung innerer Organe treten bei Bestrahlung von Hautkrankheiten nicht auf.

Strahlentherapien ermöglichen aufgrund der weitestgehenden Schonung der gesunden Haut oft ein viel besseres kosmetisches Ergebnis als chirurgische Maßnahmen. In Kombination von Strahlentherapie mit anderen Therapien wird die Prognose, also die Aussicht, die Erkrankung des Tieres zu heilen, erheblich verbessert. Diese Chance sollten wir für unsere Tiere genauso nutzen wie für den Menschen.

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